Sicherheit für Photovoltaik-Anlagen
Häufig ist die Rede davon, dass alle metallischen Bauteile auf ein gemeinsames Potential gelegt werden sollen. Ein optimales Erdungssystem der Photovoltaik (PV)-Anlagen ist Voraussetzung für die einwandfreie Personenschutz-Funktion von Fehlerstrom- Schutzschaltern nach DIN VDE 0100-410. Hier leisten Überspannungsschutz-Module wertvolle Dienste für den Potentialausgleich in PV-Anlagen.
Will man die Forderung nach einem gemeinsamen Potenzial umsetzen, stellen sich folgende Fragen:
- Was gehört in den Potentialausgleich?
- Können „bauliche“ Erder genutzt werden?
- Wo müssen PV-Anlagen geerdet werden?
- Wo müssen PV-Anlagen geerdet werden?
- Kann ein Blitzschutz als Erdanschluss genutzt werden?
- Wie können die Funktionen Potentialausgleich und Überspannungsschutz geprüft werden?
Die DIN VDE 0100 Teil 200 hält eine Definition für den Potentialausgleich bereit. Demnach handelt es sich um eine elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel sowie fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt. Bei PV-Anlagen müssen dann folgende Komponenten in den Potentialausgleich eingebunden werden:
- PV-Module mit Metallrahmen
- Metallische Modultragegestelle
- Metall-Kabeltrassen und Leitungs- Schutzrohre
- Wechselrichtergehäuse
Potentialunterschiede können gefährliche Funkenbildung, hohe Berührungsspannungen und Funktionsstörungen von Datensystemen zur Folge haben. POTENTIALAUSGLEICH BEGINNT IM FUNDAMENT Der Fundamenterder wird im Bewährungsstahl der Bodenplatte eingelegt. Meist schaut dann eine einzige Anschlussfahne aus dem Beton heraus. An dieser Stelle wird die Haupterdungsschiene installiert. Ist der Hauptpotentialausgleich an einem zentralen Ort nahe des Hausanschlusskastens geplant, kann ein Potentialausgleich dort mit einfachen Installationen und kurzen Leitungslängen ausgeführt werden. Dabei muss sicher gestellt sein, dass ein Fundamenterder auch den erforderlichen Erdübergangswiderstand von zwei bis zehn Ohm erreicht.
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Artikel verfasst von: Dipl.-Ing. Jens Heining, Produktmanager
Artikel aus IHKS-Fach.Journal
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